Frust wegen Olympia +++ Sorge wegen Corona +++ Nathaniel Seiler zurück in Deutschland

  • 21. März 2020

Seit gestern ist Nathaniel Seiler vom TV Bühlertal wieder in seiner Heimatgemeinde Haueneberstein angekommen.

Nach dem zweiten Trainingslager in diesem Jahr, das wieder in Südafrika stattfand, war er natürlich sehr gespannt, was ihn zu Hause erwarten würde.

In Südafrika war der Corona- Virus bei weitem nicht so stark präsent.

Zwar wurde er dort auch von Tag zu Tag aktueller, aber bei weitem noch nicht so stark wie gerade in Europa.
Nathaniel Seiler trainierte dort in einem dreiwöchigen Trainingslager mit der deutschen Geher- Nationalmannschaft unter der Aufsicht des Bundestrainer Ron Weigel.

Während man an manchen Tagen bis zu 45 km trainierte und am Abend völlig erschöpft war, kam von Tag zu Tag mehr Frust und Angst auf, bei den Nachrichten von zu Hause.

Corona Virus, Sorge um die Familie, Absage aller vorgesehenen Wettkämpfe, Olympia auf der Kippe.

Die Hiobsbotschaften häuften sich und wurden jeden Tag schlimmer.

Dies führte natürlich auch zu der Frage: Was machen wir hier eigentlich?

Für was trainieren wir eigentlich noch wenn Olympia ausfallen sollte? Auch der Bundestrainer Ron Weigel konnte diese Frage nicht beantworten.

Selbst wenn Olympia in Tokio doch noch stattfinden sollte, wer darf von den deutschen Gehern daran teilnehmen?

Offiziell hat noch kein deutscher Geher die endgültige Qualifikation erreicht.

Selbst die deutschen Spitzengeher Christopher Linke (SC Potsdam) und Carl Dohmann (SCL Heel Baden- Baden) müssten noch einen Formnachweis erbringen.

Noch schlimmer ist es für Nathaniel Seiler und weitere deutsche Spitzengeher, die noch nicht einmal die Norm (3:50 Std. fuer die 50 km Gehen) erbracht haben.

Die Möglichkeiten schwanden, da das 50 km Gehen in Dudince, Slowakei, ebenso abgesagt wurde wie der geplante Wettkampf in Minsk.
Die Unsicherheit wuchs von Tag zu Tag.

Jetzt kann man nur hoffen, dass der Höhepunkt der Corona- Pandemie bald erreicht und überwunden ist und das Leben wieder einen einigermaßen normalen Verlauf nimmt.

Aus sportlicher Sicht hoffen alle Betroffenen, dass man sich im IOC bzw. DOSB schnell darüber einigen kann, wie es weitergehen soll.

Nathaniel Seiler trainiert unterdessen fleißig weiter und hofft, dass er bei Olympia dabei sein darf +++ egal wann es denn stattfindet.